Blog

Per arrivare, bisogna partire

lunedì, 4. novembre 2019

Da Paola De Martin

 

Paola De Martin und ihr Vater, Rodolfo De Martin, Insel Elba, 1973. // Fotographie: Privatarchiv der Autorin. © Paola De Martin.

Im Herbst 2018 veröffentlichte Paola De Martin über diesen Blog einen Brief an Bundesrätin Simonetta Sommaruga. In diesem Brief forderte sie Anerkennung der Illegalisierung italienischer Saisonnierkinder. Auf diesen Brief hat Bundesrätin Sommaruga kurz darauf geantwortet. Paola De Martin teilt in diesem Blogbeitrag diesen Brief und ihre Gedanken und Haltungen zu ihm.

Link zu Paola De Martins offenem Brief vom September 2018
Link zu Simonetta Sommarugas Antwort vom Oktober 2018

Paola De Martin, Zürich 04.11.2019

Im Herbst 2018 schickte ich Bundesrätin Simonetta Sommaruga, damals noch Vorsteherin des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements einen offenen Brief, der als Blog auf der INES-Website publiziert wurde. Im Blog stellte ich dar, weshalb ich meine Illegalisierung als ehemaliges Saisonnierkind von italienischen Migranten nicht als meine private Angelegenheit betrachte und stellte Forderungen nach Anerkennung: an die Öffentlichkeit, die Wissenschaft und die Politik. Es war für mich, fünfzig Jahre nachdem ich illegalisiert wurde, ein riesiger emanzipatorischer Schritt, aus der Verschwiegenheit, aus der Schuld für das eigene Leid und der damit einhergehenden Beschämung herauszutreten. Ganz bewusst hatte ich mit keiner Antwort auf meinen Blog aus dem EJPD gerechnet, um mich gegen die Enttäuschung zu wappnen, falls eine Reaktion ausbleiben würde. Und als tatsächlich der Brief von Bundesrätin Sommaruga Mitte Oktober 2018 eintraf, merkte ich beim Lesen, dass ich mir im Grunde doch mehr Entgegenkommen erhofft hatte. Die Einladung zu einem Roundtable mit Betroffenen etwa oder ein Gespräch über Best Practices beim Umsetzen der im Blog formulierten Forderungen. Ich hatte gehofft, zu lernen aus ihren Erfahrungen mit der Wiedergutmachungspolitik gegenüber ehemaligen Verdingkindern – oder vielleicht auch nur die einfache Frage: Kann ich aus meiner privilegierten Stellung heraus etwas für euch tun?

Klar, es ist nicht nichts, eine Antwort von Bundesrätin Sommaruga in den Händen zu halten. Aber ihr Schreiben wendet sich an mich, also ob meine Illegalisierung mein Einzelschicksal sei, dabei sind laut vorsichtigen Schätzungen rund 15'000 Kinder betroffen, und wenn man die Zahl der betroffenen Eltern und Geschwister, der Pflegefamilien mitbedenkt, so merkt man schnell: dieses Trauma hat ein ungeheures Ausmass. Mein Argument ist, dass dieses Ausmass uns alle zu «Betroffenen» macht. Und dass die Opfer nicht reden, solange sie den Schutz einer offiziellen Entschuldigung nicht erhalten. Ich hatte ja nicht umsonst die öffentliche Intervention auf der Website von INES gewählt. Im Brief der Bundesrätin ist Feingefühl spürbar, ist es Mitgefühl? Manifestiert sich hier nicht eher ein rituelles Mitleid, das sich umgehend wieder abgrenzt und die Verantwortung zurück gibt an diejenigen, die «ein Problem» haben, an die armen «Anderen»? Hat Frau Bundesrätin Sommaruga nicht anerkennen wollen, oder nicht können, dass die Art und Weise, wie über dieses Problem hinweggesehen wird, der ganzen Schweiz ein Armutszeugnis ausstellt? Nun gut, die Exekutive ist formell nicht die richtige Adressatin für die Forderungen des Blogs und das Parlament somit die nächste politische Station. Frau Sommarugas Schreiben ist eine wichtige Referenz in der Sache. Deshalb wird hier die Antwort der Bundesrätin auch publik gemacht.

Der Blog war ein wichtiger Aufbruch für mich und hat einiges in Bewegung gebracht, was zur Formierung eines «Wir» führte, und das auf ganz unterschiedlichen Ebenen: Das erste Echo in den sozialen Medien stimmte mich zuversichtlich. Ich hatte mich bis dahin vor allem ausserhalb der virtuellen Welt bewegt und war überrascht von der solidarischen Kraft die sich hier zeigte. Dann hatte ich zum ersten Mal im Leben mit meinen Cousinen in Italien offen über das Geschehene reden können. Für sie war es ein produktiver Schock, zu erfahren, dass es nicht einfach ökonomische Gründe gewesen waren, weshalb ich die ersten Lebensjahre bei meinem Onkel und meiner Tante in Italien gelebt hatte. Viele aus unserer Sicht merkwürdige Verhaltensweisen unserer Eltern ergaben nun für uns alle einen gemeinsamen Sinn – wie wohltuend das war. Ähnliche Effekte erlebte ich in meinem Freundeskreis in der Schweiz. Nach meinem Blog gab es eine Transformation, die so langsam angebahnt und so gewaltig im Endeffekt war wie die Verschiebung von tektonischen Platten, die ein Erdbeben auslösen. Meine – und allgemein die italo-schweizerische – Lebensfreude konnte danach als eine Form des alltäglichen, emotionalen Widerstands verstanden werden, alles andere als etwas Oberflächliches also. Und meine/unsere Melancholie als eine Form der lebendigen Verschlüsselung des Leids, auf der Schwelle zwischen Lebensfreude und Depression. Und meine/unsere extreme Traurigkeit schliesslich, so wie andere extreme emotionale Verrenkungen, konnten als Formen der körperlichen Ablagerung und Speicherung dessen verstanden werden, was klar und wahr ist, aber – und das ist die eigentliche Verrenkung – von anderen nicht klar erkannt und als wahr anerkannt wird. Was dieser Perspektivenwechsel mit uns machte. Mehr Aufrichtigkeit, mehr objektive Nähe und Distanz stellten sich ein. Wissen, mit wem man es zu tun hat und worin man gemeinsam verstrickt ist.

Mit Vincenzo Todisco, der Das Eidechsenkind geschrieben hat, gab es dann ein erstes längeres Treffen. Das schöne lange Gespräch mit ihm hat mich in meiner Wahrnehmung bestärkt, dass dieses Problem unser aller Problem ist. Nach seinen Lesungen melden sich oft ältere Schweizer und Schweizerinnen, die sich betroffen und mit Schuldgefühlen belastet, an verbotene Kinder der Saisonniers erinnern und dies bezeugen wollen. Ich traf auch die Autorin Ivna Žic, ihre Eltern sind aus Kroatien, bzw. aus dem ehemaligen Jugoslawien, in die Schweiz eingewandert. Ivna schreibt im Auftrag des Theater St. Gallen ein Stück mit dem Titel Die Gastfremden über Alter und Migration in der Schweiz, wir konnten gar nicht mehr aufhören miteinander zu reden, und haben auch nicht aufgehört. Neue Freundschaften, neue Seilschaften. Es gibt Mitstreiter und Mitstreiterinnen, die für das kommende Jahr eine Intervention planen, zu der das Anti-Jubiläum der Schwarzenbach-Initiative gegen die «Überfremdung» der Schweiz Anlass gibt, die am 7. Juni 1970 zur Abstimmung kam. „Schwarzenbach 2020: seit 50 Jahren daneben!“, so könnte das Motto lauten. Benyamin Khan, Geschichtsstudent an der Uni Bern, hat mich ebenfalls kontaktiert. Er hat kürzlich seine Masterarbeit abgegeben, die den Umgang der Behörden mit versteckten Kindern von Arbeitsmigrantinnen und -migranten in der Schweiz in den 1950er-1970er Jahren zum Thema hat. Die Arbeit hat mich in ihrer gedanklichen Klarheit und menschlichen Haltung sehr beeindruckt und es hat mich gefreut, dass er den Blog als Stütze für sein Argument genommen hat. So ist auch der Kontakt zur Sozialhistorikerin Prof. Dr. Kristina Schulz entstanden, die Benyamins Arbeit als explorative Vorstudie für einen Antrag zu einem grösseren Forschungsprojekt beim Schweizerischen Nationalfond angenommen hat; der Antrag Social-history of people who migrate: The "children of the wardrope" (1946-2002) wurde vom SNF in vollem Umfang gutgeheissen. Das Institut für Erziehungswissenschaften der Uni Zürich hat mich an eine Tagung als Podiumsgast zum Thema Migration, Erinnern und «Vergessen-machen» eingeladen. Eine Brücke zwischen Wissenschaft und Medien schlugen die Historiker*innen Beni Schär und Vera Sperisen, die mich für das Radio RABE interviewten. Neben der Wissenschaft besteht nun auch ein weiterer Kontakt zu den Medien, nachdem der Beobachter, der die Geschichte der verbotenen Kinder auf dem Titelblatt seiner aktuellsten Ausgabe platziert hat, sich an der Weiterentwicklung meiner/unserer Forderungen sehr interessiert zeigte. Dann führte eine meiner ehemaligen ZHdK-Studentinnen über Skype, von San Francisco aus, ein Interview mit mir, das in einer Sondernummer des Online-Magazins zollfreilager.net für das Theaterspektakel veröffentlicht wurde, der Titel: There’s an elephant in the room. Sie stellte aus der Perspektive einer viel jüngeren Generation neue Fragen, und das wiederum generierte ungeahnte, neue Perspektiven für die Gegenwart aus meiner Geschichte. Mit David Garcia Nuñez von der Alternativen Liste Zürich tauschte ich mich über die alte Idee eines Migrationsmuseums der Stadt Zürich aus, in welchem diese Geschichte der Menschenrechtsverletzungen, wie er betont, einen Raum für sich bekommen sollte. Im Gespräch erörterten wir die frappierenden Gemeinsamkeiten zwischen seinem Engagement für die LGTBIQ-Community und meinem für die illegalisierten Familien, insbesondere was soziale Beschämung und Wut, was das Begehren nach Transformation, was Sprache und Schweigen betrifft. Der gegenseitig geäusserte Wunsch nach Solidarität hat mich so glücklich gemacht, wie ich es schon lange nicht mehr gewesen war. Die Psychologin Marina Frigerio, die mit Verbotene Kinder das vielleicht engagierteste Buch zum Thema publiziert hat, ist auf den Blog aufmerksam geworden und hat mich mit der Filmemacherin Miriam Pucitta vernetzt, die ebenfalls ein illegalisiertes Saisonnierkind war und einen Kinofilm mit dokumentarischen Elementen zum Thema dreht. Beim Treffen mit ihr stockte mir manchmal fast der Atem, weil scheinbar individuelle Familientragödien plötzlich als etwas ganz und gar Gesellschaftliches erkennbar wurden, als existentieller Abdruck, den die strukturelle Gewalt im Innersten unserer Familien hinterlassen hatte. Was hat diese Gewalt sonst noch mit uns angestellt, fragten wir uns, warum wurden wir beide so früh so stark und andere nicht, sind wir es freiwillig geworden? Miriam und ich planen den Aufbau einer Aktionsgruppe von ehemaligen verbotenen Kindern, welche die Forderungen im Blog mit Nachdruck auf die politische Agenda setzen will. Unser erstes Treffen findet schon bald, im November dieses Jahres statt. Das sind die bisherigen Verknüpfungen von losen Fäden, den privaten und den politischen, den emotionalen, intellektuellen und künstlerischen. Und jede Woche kommen neue hinzu.

Nach jahrzehntelanger Stagnation in der brennenden Unschärfe, geht mir jetzt manchmal alles gleichzeitig viel zu schnell und viel zu langsam vorwärts, der Blick ist zu nah und dann wieder zu weit weg von der eigentlichen Sache. Es geht um sehr Konkretes, aber eben auch um sehr Grundsätzliches. Das alles miteinander im Blick zu behalten ist eine Herausforderung. Aber ob mit oder ohne mein Zutun, ob mit oder ohne Rücksicht auf meinen eigenen Sinn für das richtige Mass: die Suche nach Klärung von verdrängten Tatsachen und die Justierung von verschobenen Verantwortlichkeiten hat an Fahrt gewonnen, und das offensichtlich nicht nur bei mir. Die produktive, heilsame Dynamik, die ich mit dem Blog auszulösen hoffte, ist nun am Werk. Was mit brennender Unschärfe begonnen hatte, und sich als „Ich“ im INES-Blog gezeigt hatte, ist zu einem „Wir“ geworden.

«Wir» also, wir werden hartnäckig darauf pochen, bis die traumatische Geschichte der illegalisierten Saisonnierfamilien gebührend anerkannt und wiedergutgemacht wird und schliesslich zum kollektiven Gedächtnis der Schweiz gehört. Die Ressourcen, die es für diese Umwandlung braucht, sind enorm, ich weiss das aus eigener Erfahrung. Ein riesiger Kraftakt ist er zunächst einmal für die Betroffenen, dessen politischer Effekt jedoch ohne die Solidarität aus dem engen und weiteren Umfeld schnell verpufft. Und deshalb gehören zu unseren Weggefährten auch unsere Familienmitglieder, unsere Community, unsere Freunde und Freundinnen. Die Netzwerke, die uns tragen. Und die Wissenschaft, die Politik, die Künste, die Medien, die Justiz, die Zivilgesellschaft – und natürlich INES, die diese Zeilen veröffentlicht. Per arrivare, bisogna partire - Um anzukommen, muss man losfahren. Das sagte mein Vater oft beim Abschied zu mir, wenn ich ihn in Italien besuchte, wo er seit der Pensionierung lebte, und wenn der Zeitpunkt meiner Rückreise nach Zürich, wo ich lebe, wieder einmal gekommen war. Er wollte mir damit Mut zum Aufbruch machen – und das schaffte er auch. Das ganze Ausmass der verborgenen Tragik auszuleuchten, die sich durch die Geschichte der Illegalisierung der Saisonnierfamilien tief in das latente Selbstverständnis der Schweiz eingeschrieben hat, ist eine kollektive Reise, die wir nur gemeinsam mutig antreten können, um auch gemeinsam ans Ziel zu kommen.

 

Simonetta Sommarugas Antwort auf Paola De Martins Brief vom Herbst 2018

 

 

Nein zur Entrechtung, Ja zu einer solidarischeren Politik für alle Erwerbstätigen in der postmigrantischen Schweiz

martedì, 15. settembre 2020

Da Alessandro Pelizzari, Dominik Gross und Sarah Schilliger

 

10 Thesen für ein postmigrantisches Nein zur Kündigungsinitiative am 27. September und eine offensive und eigenständige linke Politik zur Personenfreizügigkeit darüber hinaus.

#NuovaSvizzera

FRINES @KinoimKocher
22.agosto 2020 18:00 – 23:30

 

Glossario
Glossario #Nuova Svizzera

 

Il glossario #NuovaSvizzera presenta le nozioni rilevanti che permettono di comprendere in maniera fondata e critica i temi legati alla migrazione, al pluralismo e al razzismo in Svizzera.

Do the Right Thing! #NeueSchweiz im Kino im Kocher

mercoledì, 9. settembre 2020

Da Friends of INES aka FRINES, Mardoché Kabengele

 

Am 22. August zeigte das gratis Openairkino „Kino im Kocher“ den Film „Do the Right Thing vom Schwarzen* Regisseur, Produzenten und Schauspieler Spike Lee. Sie wollten für das diesjährige Event eine klare Position gegen Polizeigewalt und strukturellen Rassismus beziehen. Das Institut Neue Schweiz (INES) und sein Förderverein Friends of INES (FrINES) waren mit einer Eröffnungsrede von Mardoché Kabengele und Lucia Aguilar und einem Stand vor Ort.

«Wir können wirklich etwas verändern»

giovedì, 20. agosto 2020

Da Sara Winter Sayilir von Surprise

 

«Ich muss nicht weiss werden, es gibt auch andere Arten, Schweizerin zu sein.» LAURA RIVAS KAUFMANN, 30, arbeitet in der Bildredaktion des Tages-Anzeigers und als freie Journalistin bei Tsüri.ch. Als Aktivistin ist sie in mehreren PoC-Kollektiven dabei und beschäftigt sich intensiv auch mit Feminismus.

Was bewegt Menschen aus der antirassistischen Bewegung in Zeiten von «Black Lives Matter»? Surprise hat vier Aktivist*innen zum Gespräch eingeladen und ausnahmsweise einfach nur zugehört.

Grenzerfahrungen – Ein Bericht einer postmigrantischen Schweizerin

mercoledì, 1. luglio 2020

Da Lucia Aguilar, Mitglied INES Institutsleitung, redigiert von Christoph Damke, Maria-Cecilia Quadri und Tarek Naguib.

 

Seit dem 15. Juni sind die Grenzen in Europa wieder geöffnet. Ein Rückblick einer postmigrantischen Schweizerin, die während Corona von Costa Rica über die Schweiz bis nach Hamburg gelangt ist.

Die höchste Luzernerin hat Migrationsbiographie!

martedì, 30. giugno 2020

Da Stimmen der Neuen Schweiz

 

Ylfete Fanaj

Am 23. Juni wurde Ylfete Fanaj zur höchsten Luzernerin gewählt, sie ist neu Präsidentin des Kantonsrats. Wir gratulieren Ylfete Fanaj zu ihrem Erfolg und drucken hier mit ihrer Erlaubnis ihre starke und wichtige Rede zur Wahlannahme ab.

Schwarzenbach geht uns alle an! Gedanken zu einer vielstimmigen, antirassistischen Erinnerungspolitik

venerdì, 26. giugno 2020

Da Rohit Jain

 

Die Schweiz hat sich von der Black Lives Matter-Bewegung und der davon ausgelösten Rassismus-Debatte überraschen lassen. Dass die Black Lives Matter-Bewegung mit dem Gedenktag an die Ablehnung der Schwarzenbach-Initiative vor 50 Jahren zusammenfällt, ist Zufall und Glücksfall zugleich: Das erste Mal seit den Protesten gegen das Gastarbeiterregime zwischen den späten 1960er und frühen 1980er Jahren finden wieder Massenproteste gegen Rassismus statt, die die Gesellschaft durchschütteln. Wie lässt sich eine kritische Erinnerung an das Gastarbeiterregime als Ausgangspunkt nehmen, um historische Schuld verantwortungsvoll und nachhaltig aufzuarbeiten und eine vielstimmige, antirassistische Demokratisierung zu stärken?

memleket - stimmen der neuen schweiz: Mardoché Kabengele

venerdì, 19. giugno 2020

Da Stimmen der Neuen Schweiz

 

memleket - stimmen der neuen schweiz

Mardoché Kabengele: Folge 6 unseres Podcasts "memleket" ist online!

#DeepDiversity

Für alle Menschen, die hier leben und die noch kommen werden

lunedì, 15. giugno 2020

Da INES Institut Neue Schweiz

 

Seit George Floyd durch rassistische Polizeigewalt in den USA ums Leben gebracht wurde, ist die Solidarität mit der Black Lives Matter-Bewegung auch in der Schweiz deutlich spürbar, in öffentlichen Debatten, auf der Strasse und persönlichen Gesprächen. Das Institut Neue Schweiz (INES) solidarisiert sich mit diesen Protesten und dem Kampf gegen einen spezifischen anti-Schwarzen Rassismus.

LETTERA APERTA AL CONSIGLIO FEDERALE DELLA SVIZZERA: LE DIFFICOLTÀ ECONOMICHE IN TEMPO DI CRISI A CAUSA DEL CORONAVIRUS NON DEVONO METTERE A REPENTAGLIO IL PERMESSO DI RESIDENZA E LA NATURALIZZAZIONE - ANCHE IN QUESTO CASO SIAMO SOLIDALI!

venerdì, 1. maggio 2020

Da INES Istituto Nuova Svizzera

 

La pandemia del coronavirus non è solo una crisi sanitaria, ma anche sociale ed economica. Molte persone sono minacciate dalla disoccupazione, dipenderanno dall'aiuto sociale e dovranno indebitarsi, anche in Svizzera. Ciò ha enormi conseguenze finanziarie e sociali, ma anche - cosa che molti non sanno - legali. Il criterio dell'"integrazione economica" svolge un ruolo decisivo nelle decisioni relative al permesso di residenza e alla naturalizzazione. La pandemia del coronavirus è quindi una minaccia esistenziale per molte persone. Ciò riguarda potenzialmente un quarto della popolazione residente che non ha la cittadinanza svizzera, ma che sostiene e contribuisce a costruire il paese quotidianamente.

memleket Folge 4: Carlos Ortega

venerdì, 13. marzo 2020

Da Christoph Keller & Ugur Gültekin

 

Caption

Unser Blog "Stimmen der neuen Schweiz" hat seit Februar 2020 auch ein Podcast-Format. memleket. Folge 4 ist jetzt online !

Tradition und Identität im Kontext postkolonialer Verstrickungen

venerdì, 6. marzo 2020

Da Halua Pinto de Magalhães

 

"Protestdemo" von FasnächtlerInnen - August 2018 (Quelle: Tageswoche, Hans-Jörg Walter)

Aufgrund des Corona-Virus wurde dieses Jahr unter anderem die Basler Fasnacht abgesagt. Die Kritik der antirassistischen Bewegung an der Fasnacht bleibt. Es stellt sich insbesondere immer noch die Frage, weshalb diese sogenannten Traditionen sowohl bei ihren Kritikern, als auch bei eingeschworenen FasnächtlerInnen so viele Emotionen auslösen. Halua Pinto de Magalhães sucht auf dem INES Blog „Stimmen der Neuen Schweiz“ nach antworten.

memleket - stimmen der neuen schweiz

venerdì, 21. febbraio 2020

Da Christoph Keller & Ugur Gültekin

 

Unser Blog "Stimmen der neuen Schweiz" hat jetzt auch ein Podcast-Format: memleket. Die ersten drei Folgen sind online verfügbar!

"Ich bin Secondo, also bin ich."

martedì, 21. gennaio 2020

Da Uğur Gültekin

 

Samir und Ugur Gültekin.

Der Filmemacher Samir und Uğur Gültekin (INES-Institutsleitung und Journalist) tauschen sich in diesem postmigrantischen Generationengespräch über das Erwachsenwerden in unterschiedlichen Jahrzehnten aus. Dabei entdecken sie Gemeinsamkeiten, blicken auf hoffnungsspendende Momente zurück und werden über den Fakt überrascht, dass sie ohne sich zu kennen, durch die Arbeit des anderen empowert wurden.

«Stadt-für-alle»-Aktion vor der Fachhochschule St. Gallen

lunedì, 11. novembre 2019

Da Mardoché Kabengele

 

Copyright: Dani Fels

Eine Ostwind-Initiative in Anlehnung an die Urban Citizenship-Debatte in anderen Städten der Schweiz.

«Für Hunde und Italiener verboten» - Ein Gespräch mit Angelo Maiolino

lunedì, 15. luglio 2019

Da Tarek Naguib

 

Angelo Maiolino war Dozent und wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für politische Philosophie der Universität Zürich. Gegenwärtig arbeitet der Familienvater als Gymnasiallehrer an einer Zürcher Kantonsschule. Im Jahr 2011 hat er das Buch „Als die Italiener noch Tschinggen waren“ im Rotpunktverlag publiziert. Drei Jahre später erschien seine Doktorarbeit mit dem Titel „Politische Kultur in Zeiten des Neoliberalismus“ im Transcript Verlag. Tarek Naguib hat Angelo Maiolino getroffen und mit ihm zurückgeschaut auf die Schwarzenbach-Initiative und die Lebensrealitäten von italienischen Gastarbeitern in der Schweiz und gefragt was diese Erfahrungen für die Gegenwart und die Zukunft der Migrationsgesellschaft Schweiz bedeuten.

Hautverdächtig – Rassistische Polizeikontrollen auf der Anklagebank

giovedì, 16. maggio 2019

Da Mohamed Wa Baile und Ellen Höhne

 

»Hautverdächtig« ist die theatralische Dokumentation und Reinszenierung eines Schweizer Gerichtsfalls zu Racial Profiling, der im Jahr 2015 begann und mittlerweile vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte anhängig ist. Dieser experimentelle Text bringt die institutionalisierte Diskriminierungspraxis der Polizei ans Licht, in der täglich Menschen verdächtigt, willkürlich aufgehalten und als Rassisierte ausgeschlossen werden.

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memleket Folge 4: Carlos Ortega

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